BILDUNGSSTREIK WUPPERTAL

Vortrag und Diskussion zum Thema Bildungsstreik am 26.05. 10 Uhr HS 14

Hörsaal 14
Hörsaal 14

Bist auch Du unzufrieden mit den vorherrschenden Studienbedingungen? Dann bist Du nicht allein!

Wir und viele andere machen uns Sorgen um die heutige und zukünftige Bildung in Deutschland. Die Hochschulreform, die Durchökonomisierung der Universität und die Einführung der Studiengebühren bringen überfrachtete Studienpläne, ständige Leistungsüberprüfung und somit einen ansteigenden Leistungsdruck mit sich. Hinzu kommen überfüllte Seminare und ein Lehrpersonal das unter permanenter Überlastung leidet. Dies zeigt sich in Wuppertal vor allem in den Geisteswissenschaften und den Erziehungswissenschaften an teilweise unhaltbaren Zuständen.

Im Zuge dieser unübersehbaren Tendenzen, lassen sich eine Reihe von Fragen formulieren, die es zu diskutieren gilt.

Wollen wir ausschließlich für die Wirtschaft ausgebildet werden? Bleibt angesichts solch hohen Leistungsdrucks noch Zeit für Reflexion des eigenen Standpunkts, freiheitliches Denken und die Entwicklung einer Persönlichkeit? Ist die Universität zu einer „Lernfabrik“ verkommen, wo Abgrenzung zu anderen Hochschule nur noch über unpräzise Begriffe wie „Elite“ stattfindet? Was ist aus dem sozialen Lebensraum und gemeinsamen Lebensmittelpunkt der Studenten geworden, folgt auch dieser nur noch verstärkt dem wirtschaftlichen Diktat des Konkurrenzdenkens und mutiert zu einer „Ellenbogengesellschaft“?

Welche Aufgaben hat die Uni heute überhaupt? Ist die Umstellung auf die Studiengänge Bachelor/Master das Ergebnis einer gesamtgesellschaftlichen Entwicklung? Hat das Hochschulfreiheitsgesetz nicht die demokratische Einflußnahme der Studenten und Professoren geschmälert? Und sind die Studiengebühren gerecht oder erschweren sie vielen das Studium und damit den Zugang zu Bildung?

Die Bologna-Reform lässt sich wohl nicht mehr rückgängig machen, aber sicher verbessern. Was würdet ihr ändern wollen? Wurden alle Versprechen bezüglich der Verbesserung des Studiums eingehalten, oder vielmehr eine ganze Generation zum „Versuchskaninchen“ erklärt, die zwischen unsicheren Arbeitsmarktchancen, unzähligen Studienordnungen und den Oberflächlichkeiten eines Bachelor-Studiums taumelt?

Was können wir, und können wir als Studenten überhaupt etwas ändern? Ist der Bildungsstreik das richtige Medium? Welche Ziele sollten wir uns als Studenten setzen?

Wenn auch Du dir diese und andere Fragen stellst, dann komm am

Dienstag, den 26. Mai, um 10:00 Uhr in Hörsaal 14 (Gebäude M)

und diskutiere mit vielen Kommilitonen gemeinsam. Zusammen werden wir dann überlegen, wie und ob der Bildungsstreik sinnvoll gestaltet werden kann, welche Aktionen wir umsetzen.

Bring Dich ein, denn nur so kannst Du etwas bewegen! Auch wenn es nur ein kleiner Schritt ist und Du erfährst, dass viele andere auch so denken!

Advertisements

Filed under: Bildungsstreik

4 Responses

  1. Wuppertaler Studi sagt:

    Hallo Leute!

    Wie schön, dass an dieser Universität doch noch etwas passiert. Nach dem – leider fehlgeschlagenenen – Studiengebühren-Boykott im Jahr 2008 schien die Luft etwas raus zu sein, mittlerweile scheinen aber wieder einige Studierende die unhaltbaren Zustände nicht mehr hinnehmen zu wollen.

    Ich werde in jedem Fall am 26. Mai in HS 14 sein! Hoffentlich lassen sich auch die anderen Studierenden überzeugen, dass sie in keinem Falle etwas zu verlieren, im besten Falle aber etwas zu gewinnen haben.

    Ich finde es sehr schade, dass auf der AStA-Website bislang kein Vermerk zum Bildungsstreik eingefügt wurde – ich hatte schon befürchtet, Wuppertal nehme nicht teil.

    Weiter so, Leute! Wir sehen uns in HS 14!

  2. RSF sagt:

    Gut, dass hier auch mal was ins Rollen kommt. Ich hab diesen Blog bei uns verlinkt.

  3. Plan B - Assoziation Freie Bildung sagt:

    Natürlich seid Ihr auch zu Plan B verlinkt.
    Weiter so!!!

  4. Freiheit sagt:

    Endlich werden wir wach! Es muss sich endlich etwas ändern. ES MUSS ENDLICH EIN UMSTURZ IM DENKEN STATTFINDEN. BACK TO 68er. Die Zeit ist mal wieder reif.

    Die Universitäten züchten sich absichtlich Eliten durch sozial ungerechte Siebung heran. Man macht Aufgaben absichtlich schwer, damit man sie nicht verstehen kann. Setzt Klausuren absichtlich zu kurz an, lässt absichtlich in Skripten zur Vorlesung wichtige Dinge heraus, die man in der Vorlesung mitschreiben muss. Wer nicht kommt, hat eben pech und verliert. Studiengebühren schließen wichtiges Potential für die Zukunft der Gesellschaft aus.

    Der Egoismus und die Gier sind die Feinde einer Gesellschaft und letztlich Verursacher der Wirtschaftskrise.

    Es herrscht das Recht des Stärkeren. Ist das gerecht? Das muss aufhören!

    So sieht es momentan in Wuppertal bei den Naturwissenschaften aus. Man sollte sich wirklich überlegen, ob man wirklich Professoren braucht, die nur das Skript anderer Professoren „vorlesen“ und dafür Geld kassieren.

    Es muss sich etwas ändern.

    Weg von der ungerechten schnellen Leistungsgesellschaft, hin zu freiheitlicher sozialer Gerechtigheit des Menschen!

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

w

Verbinde mit %s

twitter

Fehler: Twitter hat nicht geantwortet. Bitte warte einige Minuten und aktualisiere dann diese Seite.

%d Bloggern gefällt das: